Digitale 3D-Dokumentation und -Rekonstruktion in den archäologischen Wissenschaften

Sommersemester 2019 – LMU München


Einführung in die 3D-Rekonstruktion

Di, 10:15 – 12:15 Uhr, Medienraum 215 (Katharina-von-Bora-Str. 10)

In den Archäologischen Wissenschaften spielt die dreidimensionale Computerrekonstruktion eine immer größere Rolle. So lassen sich mit modernster Technik archäologische Objekte, Gebäude oder sogar ganze Siedlungen rekonstruieren. In dieser Übung erlernen die Studierenden den Umgang mit der 3D-Modellierungssoftware „Blender“ und die wichtigsten Grundtechniken zur virtuellen Rekonstruktion von Keramiken und Architektur. Auf der Grundlage von Quellenmaterial, wie Pläne, Zeichnungen und Abbildungen, wird das Gelernte anhand von praktischen Beispielen vertieft und angewendet. Neben der digitalen Rekonstruktion mit ihren verschiedenen Aspekten werden auch weitergehende Themen, wie Oberflächengestaltung und Texturierung (UV-Mapping), Simulation von Beleuchtung, Import von digitalen Geländemodellen, Animation und Nachhaltigkeit (Charta von London und IANUS-Vorgaben) angesprochen.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Materialien

  1. Überblick und Einführung
  2. Modellierung
  3. Modellierung II
  4. Materialien
  5. Textur und UV-Mapping + Zusatz
  6. Beleuchtung
  7. Simulation: Licht, Feuer und Rauch
  8. Digitale Geländemodelle
  9. Rekonstruktion von Keramiken
  10. Szene rendern
  11. Animation: Kameraflug
  12. AR und VR in der Archäologie
  13. Nachhaltige 3D-Rekonstruktion
  14. Abschlussdiskussion

Abgabeleistung


Praktische Übung zur 3D-Digitalisierung

Im Rahmen dieser Übung werden gängige dreidimensionale Erfassungssysteme und deren Einsatzmöglichkeiten in der Archäologie bzw. historischen Bauforschung vorgestellt und analysiert. Anhand von ausgewählten archäologischen Objekten aus der Sammlung wird die Digitalisierung mit entsprechenden 3D-Erfassungssystemen durch die Studierenden geübt. Neben der praktischen Digitalisierung wird auch die Nachbearbeitung der gescannten Objekte mit Spezialsoftware erlernt.

Der zweite Teil „Praktische Übung zur 3D-Digitalisierung“ findet als Blockveranstaltung statt und besteht aus drei Veranstaltungstagen. Diese finden jeweils von 9 bis 16 Uhr (inkl. Mittagspause und kleineren Pausen) bei uns im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke und im Institut für Klassische Archäologie (Medienraum 215) statt. Eigenes Laptop, etc. ist nicht erforderlich.

  • Tag 1: Einführung in die Thematik, Verschiedene Scannersysteme und praktische Übung.
  • Tag 2: Verschiedene Messfelder, praktische Übung mit dem Drehteller, Einführung in die Nachbearbeitung mit Optocat und Export der 3D-Modelle
  • Tag 3: Einführung in die Photogrammetrie, praktische Übung und Bearbeitung mit Agisoft Metashape (früher PhotoScan)

Abgabeleistung

Als benotete Abgabeleistung ist ein Protokoll über die Inhalte der Blockveranstaltung anzufertigen.

  • Ca. 1,5-2 Seiten pro Kurstag
  • Inhalt: Warum und wann wird Verfahren xyz verwendet. Was ist aufgefallen? Wie wurden mögliche Probleme gelöst…
  • Deadline: 10.09.2019 via Mail (manuel.hunziker@lmu.de)